Montag, 30. März 2015

Wochenende

Mein Wochende war wundervoll und voller Musik. Aus diesem Grund versuche ich dieses Mal, mal ein Video hochzuladen. Samstag war hier das DIXIELAND Festival. Auf ganz vielen Straßen Tarragonas waren Bands versammelt, um Musik zu machen. Da wir um die 25 Grad hatten, war es wunderbar.

Wir sind bei einer Jazz-Swing-Mix-Band (oder sowas, bin nicht so gut darin) hängen geblieben. Der Sänger ist super mit den ganzen Kindern auf dem Platz umgegangen und hat generell gute Stimmung verbreitet.

Danach kam eine größere Truppe Musiker angelaufen. Mit denen sind wir auch weiter marschiert. Das Video ist zu groß, um es mal kurz hier hochzuladen. Dafür über Youtube. Unter Anderem haben sie Hit the road Jack gespielt, was eins meiner absoluten Lieblingslieder ist.


Danach haben wir ein paar Sachen zusammen gepackt und sind zu einem (für mich neuen) Strand gelaufen. Dazu muss man hier teilweise über ein paar Felsen klettern, was es aber definitiv Wert ist. Ich denke in 2 Wochen ist es soweit, dass ich schwimmen gehen werde, auch wenn das Wasser relativ kalt ist.

Sonntag war ich mit einer Gruppe Leute am Aquädukt (Pont del Diable). Wir sind circa eineinhalb Stunden pro Weg gelaufen (Bus kann ja jeder). Am "Fluss" entlang. Der trocknet übrigens im Sommer vollständig aus. Aber die Aussicht war es alle Male wert. Wir haben ein Picknick veranstaltet und sind wieder zurück gegangen, weil wir abends noch ins Highland zu einem Konzert wollten.
Auch davon mal ein paar Impressionen:












Freitag, 27. März 2015

Diese Sache

Mit der Sprache ist das echt so eine Sache. Manchmal bin ich wirklich verwirrt.

el pastor = Schäferhund
el labrador = Landwirt 

Wenn ein Hund kein Hund ist, aber ein Pastor dafür ein Hund ist, dann soll nochmal einer sagen, dass Spanisch eine einfach zu lernende, logische Sprache ist. 
Andererseits ist es auch sehr süß, wenn die Menschen hier versuchen deutsch zu sprechen. Gestern kam mein Mitbewohner zu mir und sagte, er habe eine Katze. Ich habe ihn total verwirrt angesehen und in sein Zimmer geschaut. Katzen rennen hier überall rum, im Haus haben will ich aber keine! Letztendlich wollte er mir sagen, dass er total verkatert ist, von der Feier am Vorabend. Er hat ja gar nicht so falsch gedacht. Aber lachen musste ich trotzdem. Schon gut irgendwie. 

Übrigens finde ich, dass wir (die Leute, die das erste Mal über einen langen Zeitraum im Ausland sind und dann noch studieren) wirklich einen Grund haben, stolz auf uns zu sein. Zum Einen stellt man sich das alles erstmal leichter vor, als es ist. Klappt schon irgendwie ist hier das Motto. Das ist zwar wirklich so, ganz so einfach, wie man sich es vorstellt, ist es trotzdem nicht. Man kommt in ein Land und weiß nicht wohin mit sich. Also erstmal eine WG suchen, online würde ich jedem davon abraten. 

Was ich hier schon gesehen habe, ist der Horror. Hier ist es zum Beispiel bei Weitem nicht so, dass jedes Zimmer ein Fenster hat. Und Heizungen sind hier ein Luxusgut und im Winter echt wünschenswert. Außerdem ist es hier total selbstverständlich, wenn es schimmelt. All das sind Gründe, warum ich mir vor Ort etwas gesucht habe (und zwar ziemlich erfolgreich, wie ich finde).

Dann kommen die ganzen costumbres auf einen zu. Also die (manchmal suche ich echt lange nach dem deutschen Wort für etwas) Bräuche. An die Siesta muss man sich gewöhnen, daran, dass hier samstags ab mittags alles zu hat, dass es keine Mietverträge gibt, dass hier alles in bar bezahlt wird (Miete, Vertragskram, alles einfach)... 

Tja und dann das Studium. Das ist alles in Fachwörtern, die man nicht kennt. Am Anfang ist das alles ziemlich viel auf einmal. Und wenn man sich vorstellt, dass man dann noch alleine und auf sich selbst gestellt ist, dann kann sich allmählich vermutlich jeder vorstellen, wie sich Heimweh anfühlt. Mittlerweile habe ich das aber ganz gut im Griff und freue mich auf die Monate. die noch vor mir liegen. Jetzt habe ich erstmal eine Woche Osterferien und versuche mit dem Unikram auf den aktuellen Stand zu kommen. Ich werde berichten, ob es funktioniert. Auf bald
 

Donnerstag, 26. März 2015

Wo gehobelt wird...

... da fallen Späne, wo gefeiert wird fallen Gläser!

Gestern war eine spontane Party bei uns. Man könnte sagen, das ist nix für mich. Ich bin ruhig und geordnet. Und jeder, der mich kennt, weiß wie pingelig ich bin, was Ordnung in diesem Fall betrifft.
Aber was soll ich sagen?

Spanien tut mir gut. TRANQUILA! Alles in Ruhe. Alles entspannt. Es sind Gläser zu Bruch gegangen, die Hütte sah um (ich glaube halb 4) aus wie Sau und ich bin einfach schlafen gegangen, ohne mich aufzuregen. Ändern lässt es sich sowieso nicht. Müssen halt im Zweifelsfall neue Gläser gekauft werden. Ich lerne hier wirklich Dinge, wie Ruhe! Kaum zu glauben, aber sogar ich schaffe das.


Es war auf jeden Fall ein lustiger Abend. Ich bin trotz allem froh, dass ich heute Abend wo anders auf einer Party bin. Das Aufräumen ist ja immer weniger geil...

Ich glaube, ich habe auch Achtsamkeitsmeditation für mich entdeckt. Einfach in sich gehen und auf seinen Körper hören. Ohne Geräusche. Einfach still sein... Tut definitiv gut, bei allem Stress um einen herum. Auch, wenn ich  sowas normalerweise eher belächele. Irgendwie versuche ich hier möglichst viel aus meinem Leben raus zu holen und ich versuche viele neue Dinge. Ich koche hier auch sehr viel vegan. Und es ist sehr lecker. Ich möchte keineswegs auf mein Fleisch und Eier und Käse und andere leckere Dinge verzichten. Aber ich merke definitiv, dass mir diese Ernährung hier gut tut. Die Tage bekommt ihr mal ein Rezept von selbstgemachten Hummus. Es ist soooo lecker...

Aber jetzt gehe ich erstmal zur Uni, ehe ich danach schön eine Woche Osterferien habe. Auf bald!

Dienstag, 24. März 2015

Montag, 23. März 2015

Unnormal

Das Wetter hier ist im Moment wirklich unnormal. Von Freitag bis Samstag hat es so sehr geschüttet, dass das HOLI Festival abgesagt werden musste. Es ist buchstäblich ins Wasser gefallen! Ich habe noch nie so viel Regen auf einmal gesehen, glaube ich. Es war total viel und es hat vor allem nicht aufgehört... So viel zu meinem Samstag. Ich habe also meine Hausarbeit weiter geschrieben und sogar fast fertig. Fehlt nur noch der Feinschliff.

Gestern war ich in den Bergen in Barcelona (Montserrat). Das war ein Erlebnis. Um 7 Uhr morgens haben wir den Zug genommen und es schien ein guter Tag zu werden. Der Himmel war sogar blau, unglaublich aber wahr. Angekommen in den Bergen, sind wir zunächst mit einer Art Seilbahn noch höher gefahren. Die Aussicht war unbeschreiblich gut. Ab dort ging es zu Fuß auf die Bergspitze des höchsten Berges. Das war für mich eine ganz schöne Arbeit. Zum Einen, ist es für dicke Menschen echt nicht leicht, einen steilen Berg ohne richtigen Weg hoch zu laufen, zum Anderen hab ich es ja nicht so mit Höhe - aber das wusste ich ja in den Bergen.

Als ich mit viel Hilfe und Geduld endlich oben angekommen bin, habe ich erstmal keine Luft mehr bekommen. Zum Einen wegen der Höhe, zum Anderen wegen meiner Figur. Aber stolz bin ich schon, denn der Weg war wirklich nicht ohne! Aber keine 5 Minuten später begann der Wahnsinn!


Ich hatte mich ja auf Regen schon irgendwie eingestellt, hätte aber niemals mit Hagel gerechnet. Ich glaube, ich hatte noch niemals in meinem Leben zuvor solch eine Angst und ich wusste wirklich nicht, wie ich da runter kommen sollte. Aber ich war ja Gott sei Dank nicht alleine. Stück für Stück sind wir den matschigen Weg, der jeden Moment mehr zu einem Fluss wurde, runter gegangen. Irgendwann bin ich ausgerutscht und mein erster Gedanke war DAS WARS! Ich dachte wirklich ich stürze diesen Berg runter. Wie weit es letztendlich war, kann ich nicht sagen. Irgendwann hat mich eine Frau aufgefangen. Ich weiß gar nicht mehr so genau, was passiert ist. Ich weiß nur, ich habe um mein Leben geschrien und ich hatte Schmerzen! Ich bin mit voller Geschwindigkeit auf die ganze linke Körperhälfte gefallen. Mir taten sowohl Arm, als auch Bein wahnsinnig weh. Und ich stand unter Schock, was glaub ich das Schlimmste war, neben dem Wissen, dass ich noch ein ganzes Stück weiter runter musste. Meine Beine haben so dermaßen gezittert, ich wusste kaum, wie ich laufen soll. "Unten", also auf einem normalen Gehweg mitten auf dem Berg, angekommen habe ich geweint vor Erleichterung endlich angekommen zu sein, wenn auch klatschnass und matschig am ganzen Körper.

Ich bin mit der Seilbahn wieder runter gefahren und habe in einem Café die Bedienung um Hilfe gebeten. Ich stand also eine halbe Stunde im Mitarbeiterklo und habe meine Hose unter den Händetrockner gehalten, um zumindest nicht mehr länger den halben Berg mit mir rum tragen zu müssen. Nass war ich immer noch. Und mir war kalt. den restlichen Tag lang. Aber geholfen hat es unheimlich und ich musste nicht mal das Klo sauber machen, wo mittlerweile ein Eimer Erde verteilt auf dem Boden lag. Ich bin diesen netten Menschen unglaublich dankbar. Das Ganze war so um 14 Uhr. Ich wusste, unser Bus würde erst um 18:30 Uhr wieder fahren, also bin ich zurück zu den Anderen. Wir haben etwas gegessen und dann habe ich mich zum zweiten Mal an diesem Tag über mich selbst gewundert.

Ich stand nass und in Schlamm gebadet in einer Kirche. Mich zieht ja normalerweise sowieso schon nichts an diesen Ort, aber in dem Moment habe ich mich wirklich geschämt. Ich sah furchtbar aus. ABER in dieser Kirche war nun einmal die vergoldete Madonna und es bringt wohl Glück, sie anzufassen. Also haben wir uns in die Reihe gestellt, um es auch zu tun. Derweil lief nebenan die Messe. Seltsames Gefühl, durch Gitter die Messe sehen zu können... Jedenfalls habe ich dann noch festgestellt, dass mein Handy noch nicht lautlos war und ich habe eine Nachricht bekommen. Hätte mir mal jemand gesagt, dass ich total siffig und mit Handy laut  in einer Kirche stehen würde, hätte ich wohl einen Vogel gezeigt. Und direkt dachte ich an den Opa meines Freundes, der mich mit ziemlicher Sicherheit direkt in die Beichte geschickt und anschließend geschimpft hätte. Aber ich habe sie angefasst, mal sehen, ob ich jetzt Glück habe. Im Nachhinein denke ich auch, dass ich mich nicht schämen brauche, denn ich habe es mir ja nicht ausgesucht, so auszusehen. Auch wenn ich ein ziemlicher Blickfang war und oft belächelt wurde, im Laufe des Tages. Ich kam mir vor wie ein Kuchen, ständig habe ich Krümel verloren...

Jedenfalls war ich dann um 22 Uhr endlich zu Hause und bin direkt unter die Dusche gesprungen. Hab aber nichts gebracht. Heute bin ich aufgestanden, mit Halsschmerzen, ziemlich starkem Muskelkater in den Beinen, einigen blauen Flecken und generell ziemlichen Schmerzen. Aber da muss ich jetzt durch. Dafür hatte ich ein mega Erlebnis und viele schöne Fotos. Die von der Umgebung und allem blogge ich beim nächsten Mal, die bekomme ich erst noch. Aber einen kleinen Einblick bekommt ihr von meinem Handy schon jetzt.



Donnerstag, 19. März 2015

Gute Fee

Buenoooos,

heute spiele ich mal gute Fee und erfülle ein paar Wünsche. Ich wurde die Tage angeschrieben, dass ich endlich mal Fotos von meinem Zimmer machen soll. Außerdem wurde ich gefragt, ob ich mal bloggen kann, wie das hier mit der Uni aussieht und was ich hier so mache, wie ich lerne, was ich dafür benutze, etc. Also erfülle ich euch die Wünsche und habe direkt ein paar Fotos gemacht.




Mein Zimmer ist relativ groß, es ist hell und ich habe es mir weitestgehend gemütlich gemacht. Die Kerzen sind alles Duftkerzen, weil es hier doch irgendwie immer etwas miefig riecht. Vor allem, wenn ich den ganzen Tag unterwegs war. Über meinem Schreibtisch hängt eine Karte von Tarragona mit ein paar Sehenswürdigkeiten, die ich zusammen mit ein paar anderen Leuten abklapper. Ansonsten habe ich mir noch eine Kuscheldecke gekauft, weil es hier teilweise doch ziemlich frisch sein kann. Das seht ihr auch daran, dass ich tatsächlich manchmal mit Jacke raus gehen muss. Aber laut meinem Mitbewohner, soll es in den nächsten 2-4 Wochen schön warm werden :-)

 Zum Unikram. Ich mache hier zur Wiederholung einen Sprachkurs auf B1 Niveau. Für den Kurs musste ich bezahlen aber es war definitiv die Sache wert. Zum Einen lerne ich dort viele nette Menschen kennen, zum Anderen ist es echt gut, die ganzen Zeiten noch mal durch zu gehen und Vokabeln zu lernen. Wir arbeiten mit dem Buch links, rechts ist mein Vokabelheft. Das benutze ich für alle Fächer. Ich habe mir das eingeteilt und lerne fleißig.Was bringen mir schon die Zeiten, wenn ich keine Wörter kenne?
 Hier ist meine Mappe von der URV, das ist meine Uni. Jeder Erasmusstudent bekommt diese Mappe, zusammen mit einem Timer, wenn er denn weiß wie und wo. Das habe ich auch erst diese Woche festgestellt. Aber gut, nun habe ich die und ich liebe sie. Ich werde sie auch zu Hause noch nutzen, bis sie tot ist. Leider kann man darin nichts abheften, sondern lediglich rein legen. Innen ist ein Register, was die verschiedenen Fächer voneinander trennt. Ich habe mir so Klammern gekauft, damit meine Zettel nicht lose darin rum fliegen und ich finde die Sache so eigentlich dann doch ganz gut. So kann man jeden Tag die Mappe nutzen, muss aber nicht immer alles mit sich rum tragen. Außerdem reißt nichts kaputt, weil nichts abgeheftet ist.
Viel trinken ist wichtig, deshalb habe ich hier immer Wasser stehen. Außerdem liegen dort mein Timer und mein Kalender (eins nutze ich unterwegs, das Andere liegt immer auf meinem Schreibtisch - normalerweise offen, damit ich es auch sehe) Das Orange-rote ist mein Vokabelbuch aus Deutschland. Für die Kurse, die ich nächstes Semester mache, weiß ich jetzt schon, dass ich alle Vokabeln abschreiben muss. Das ist eine Heidenarbeit und weil ich das weiß, mache ich das jetzt schon nebenbei abends, wenn ich eine Serie an habe oder so. Was weg ist, ist weg.

Ich schreibe hier also fleißig Vokabeln ab, lerne diese auch, schreibe meine Hausarbeit (die ich hoffentlich diese Woche beenden kann) und fasse meine Unterlagen aus der Uni zusammen. Wenn ich das so schreibe, hört sich das wenig ist, ist aber eigentlich eine ganze Menge Arbeit. Damit möchte ich beweisen, dass ich hier nicht ausschließlich zum Spaß haben bin, sondern auch zum Lernen. Aber ich denke, ich bin hier nur einmal im Leben so lange und nicht nur hier, um am Schreibtisch zu sitzen. Deshalb versuche ich relativ viel zu unternehmen und Spaß zu haben. Deshalb blogge ich auch, was ich unternehme und nicht, was ich lerne.

Alles in allem lerne ich hier gelassen zu werden. Was ich heute nicht schaffe, mache ich morgen. Ändern kann ich es sowieso nicht. Außerdem gehe ich nicht mehr so an die Decke, wie ich es zu Hause getan habe. Was bringt es schon mich aufzuregen? Das und einige andere Dinge, sind positive Eigenschaften, die sich hier auf mich auswirken. Sagt man das so? Davon abgesehen habe ich unheimlich Spaß am Kochen gefunden. Besteht allgemeines Interesse an Fotos und/oder Rezepten? Ich bitte um Feedback! Irgendwas wollte ich noch schreiben, aber das fällt mir gerade nicht mehr ein. Aber der Eintrag ist ja auch schon lang genug. Vielleicht beim nächsten Mal.

Hastaaaaa

Sonntag, 15. März 2015

Spontanität ist alles

Heute habe ich mir spontan meine Sachen geschnappt und bin spazieren gegangen. Einfach drauf los. Nach über einer Stunde hatte ich keine Peilung mehr, wo ich war. Aber es war schön! Ich bin Richtung Meer gelaufen und  letztendlich an einem anderen Strand gelandet. Der war größer als der hier direkt bei mir und hatte feineren Sand.
Ich hab mich da hin gesetzt, meine obligatorische Dose Fanta Limón getrunken, Tagebuch geschrieben und einen anderen Rückweg gesucht, als ich hin gegangen bin. Das war ein echt schöner Spaziergang (der auch deutlich kürzer hätte ausfallen können, aber ich wollte ja was sehen).

Übrigens habe ich mir die Haare gefärbt. Nach über einem Jahr konnte ich der Versuchung nicht mehr verstehen. Jetzt sind sie dunkler und ich weiß noch nicht ganz, was ich davon halten soll. Irgendwie sagen mir sehr viele Leute, dass ich damit älter aussehe. Mit Sicherheit bekommt ihr spätestens nächstes Wochenende Fotos von mir zu Gesicht. Für das nächste Wochenende stehen auch schon ein paar Sachen an, also lasst euch überraschen...

U Rock. So heißt die Band, die heute im Highland ihr Konzert gegeben hat.
Das Highland ist eine ziemlich coole Kneipe mit Tanz-/Konzertsaal. Was ich hier generell ziemlich gut finde, ist die Handhabung mit Getränken in Flaschen. Direkt nach dem Öffnen wird der Hals mit einer Servierte umwickelt und oben verschlossen. Somit wird auf jeden Fall für den Anfang verhindert, dass etwas in die Flasche getan wird. Das könnte sich Deutschland auch mal angewöhnen.

U Rock ist eine spanische Band, die Rockmusik covert und das gar nicht mal so schlecht. Manche Lieder finde ich in der Rockversion besser, als im Original.
Das ganze habe ich heute ziemlich spontan von ein paar Leuten erfahren und bin ebenso spontan mit hin gegangen.



Samstag, 14. März 2015

Löppt

Anstrengung zahlt sich aus, das beweist sich immer wieder. Habe neulich meine erste Note in der Uni bekommen. Ich habe tatsächlich 76% in dem Test. Das ist ziemlich gut, dafür dass das Thema so doof ist und mir die Wörter fehlen. Aber es kommt... 

Ich beginne also, mich über die kleinen Dinge im Leben zu freuen! 

Davon mal abgesehen, habe ich schon über fünf Kilo abgenommen hier und das, obwohl ich keineswegs hungere. Ich bewege mich nur sehr sehr viel und esse oft relativ gesund. Aber ich verzichte auf nichts, was mir gefällt. Denn genießen ist das Zauberwort.

Ich versuche, mich möglichst nicht zu stressen hier, was mir oft noch ziemlich schwer fällt. Aber wenn ich dann mal wieder in den alten Trott zurück falle, gehe ich spazieren. Gestern habe ich einen Schnappschuss für euch gemacht, damit ihr versteht, warum das hier so wunderschön ist. Einfach am Strand entlang, die Meerluft einatmen und die Aussicht genießen. Ich finde es so unendlich schön hier. 



Übrigens habe ich festgestellt, dass Botellón nichts für mich ist. Das sind Treffen von jungen Menschen in Bars. Man bringt seinen Alkohol mit und betrinkt sich sinnlos. Das ist nix für mich. Ich gehöre eher zur ruhigen Fraktion. Dazu stehe ich und das ist auch gut so. 

Heute hat es das erste Mal seit ich hier bin richtig geregnet. Das habe ich schon so lange nicht mehr gesehen, gerochen und gehört, dass ich direkt ganz gebannt am Fenster saß. Ich mag den Geruch von Regen unglaublich gerne! Irgendwo hat also selbst das kalte Nass seine Vorteile. 
Ansonsten passiert hier gerade nicht so viel. Ich fasse fleißig meine Sachen zusammen und lerne. Also auf bald!

Donnerstag, 12. März 2015

Spanish Corner

Vor einem Monat ungefähr war ich schon mal im Spanish Corner. Das ist eine Veranstaltung von jungen Menschen in einer Bar, wo zunächst ein Vortrag gehalten wird, über etwas aus Tarragona. Anschließend planen ein paar Leute etwas, was wir in Gruppen veranstalten, um ins Gespräch zu kommen (natürlich auf Spanisch, wie schon der Name verrät).

Ich hab mich beeinflussen lassen, von anderen Deutschen und bin nicht mehr hin gegangen. Jetzt, wo ich mich eher alleine durchschlage, bin ich wieder hin gegangen und ich werde es gerne wieder tun. Es waren viele tolle Menschen dort und wir hatten lustige Gespräche. Gestern haben wir ein Logo für den Corner entworfen und uns gegenseitig Dinge gefragt, um uns besser kennen zu lernen. Es war super lustig und hat Spaß gemacht. Ich werde auf jeden Fall jetzt immer hin gehen, soweit es mir möglich ist.

Es ist übrigens echt schön, nicht nur schriftlich auf Spanisch zu kommunizieren. Ich mag den Klang der Sprache und bin gespannt, wie schnell ich Fortschritte mache. Interessant ist, dass ich wirklich scheinbar ziemlich deutsch bin. Es hieß um 21.30 Uhr beginnt der Corner. Ich war also knapp 5 Minuten vorher da: als Erste!!! Wir haben letztendlich um 22:10 Uhr angefangen. Spanische Unpünktlichkeit muss ich erst noch lernen... Ich gelobe Besserung!

Dienstag, 10. März 2015

Viel gelernt und herzlichen Dank

Heute war ein richtig anstrengender Tag. Eigentlich so, wie fast jeder Tag in Deutschland ist, aber man gewöhnt sich schnell daran, weniger zu tun zu haben. Nachdem ich um 7 Uhr aufgestanden bin, um in der Mail zu lesen, dass ich erst um 17 Uhr zur Uni muss, habe ich in Ruhe gefrühstückt und mich dann mal an die Unisachen gesetzt.

Anschließend habe ich mich in der Uni mit der lieben spanischen Marta getroffen (ich kenn hier erstaunlich viele Martas). Sie hat mir gezeigt, wie und wo man hier am Günstigsten drucken kann und geholfen, mein Video zu drehen. Für meinen Kurs mündliche Kommunikation musste ich ein Video drehen, in dem ich ca 2,5 Minuten erzähle, wer ich bin, wo ich her komme, was gute Sprache ausmacht (Blickkontakt etc) und was schlechte Sprache ausmacht, was mir schwer fällt am Spanischen und so ein Kram. Und 2,5 Minuten können lang sein. Ich brauchte echt circa 400 Versuche, bis ich endlich zufrieden war. Das sind umgerechnet etwas mehr als 2 Stunden.

Danach war ich noch beim Sprachkurs. Ich muss sagen, ich mache doch Fortschritte. Zumindest schon mal im Schriftlichen. Aber poco a poco. Das kommt schon noch.

Mein herzliches Dankeschön geht an die liebe Nina und den Norman, die mir eine Einladung zur Hochzeitsfeier nach Spanien gesendet haben. Ich hab mich wirklich sehr gefreut und gar nicht damit gerechnet, sie hier hin zu bekommen. Aber ich freue mich schon sehr und der Termin ist fest in meinen Kalender eingetragen!!! Die Post kommt hier übrigens teilweise in einem besseren Zustand an, als in Deutschland. Kann sich die deutsche Post mal ein Beispiel dran nehmen.

In den nächsten Tagen steht nicht soo viel an. Viele fahren weg, weil überall etwas los ist. Ich denke, ich werde mich endlich mal an den Rest meiner Hausarbeit setzen. Also nicht wundern, wenn es von mir nicht viel zu hören gibt in den nächsten Tagen. Es sei denn, hier wird ein Auszug meiner Arbeit über den hispanoamerikanischen voseo gewünscht, dann sollt ihr auch den bekommen. (Das ist eine Anredeformel.) Ist aber nicht so spannend, wie ich anfangs gehofft hatte. Also. Auf bald!

Samstag, 7. März 2015

WURSCHTIGKEIT und Barcelona

Heute war ein sehr aufregender Tag. Ich bin schon früh morgens los gegangen, die Sonne war noch gar nicht ganz aufgegangen und ich war froh, endlich mal wieder richtig etwas zu unternehmen.
Wir waren so um die 50 Leute am Anfang und ich kannte so richtig kaum jemanden. Aber es war total gut. Wir sind mit dem Zug nach Barcelona gefahren und haben dort in 3 Gruppen eine Fahrradtour gemacht, um mal etwas von der Stadt zu sehen. Am Besten fand ich den Park und den Strand, davon setze ich mal Fotos rein.



Danach waren wir im 100 Montanditos essen und mit ein paar Leuten am Stand. Es war wuuuunderschön. Wir haben uns ein Eis geholt und an den Strand gesetzt. Danach hatten wir noch so viel Zeit bis der Zug kam, also sind wir noch einen Kaffee trinken gegangen und anschließend fast 2 Stunden zurück gefahren.



Es war echt ein toller sehr vielsprachiger Tag und ich hab echt tolle Menschen kennen gelernt. Übrigens war das Eis das Teuerste, was ich in meinem Leben gegessen habe. Aber es hat sich gelohnt. Davon abgesehen habe ich gelernt, dass man in Österreich das Leben mit ein bisschen mehr WURSCHTIGKEIT nimmt. Ich habe mich sehr beömmelt, als ich das erfahren habe. Köstlich diese Sprache. Aber diese Wurschtigkeit muss ich eindeutig auch mal lernen. Dann kann ich auch mehr Tage genießen, so wie heute. Ich habe auch meinen Stundenplan in der Uni deutlich gekürzt. Ich bin nicht hier, um den ganzen Tag nur am Schreibtisch zu sitzen. Das war das Wort zum Samstag!

Freitag, 6. März 2015

Es könnt alles so einfach sein...

... isset aaaaaaaber nich!
Und genau deshalb zeig ich meinem Körper jetzt, dass er mich mal gerne haben kann. Ich versuche einfach normal zu essen und gehe ganz viel raus, um meinem seltsamen Körper zu beweisen, dass es hier eigentlich schön ist und er keinen Grund hat durchzudrehen.

Heute war ich zum Beispiel einfach den ganzen Tag unterwegs.
Ich habe mir meine Sachen zusammengesucht, bin zunächst zur Uni gegangen, um mich endlich mal zu immatrikulieren (einzuschreiben - für alle Unwissenden). Ich bin jetzt offiziell Studentin hier.

Außerdem bin ich zum Strand gegangen. Ich habe bestimmt eine ganze Stunde am Steg gesessen und den Surfern zugesehen. Das ist schon ziemlich cool, ich muss das auch unbedingt irgendwann mal versuchen! Danach habe ich erst Tagebuch geschrieben und mir anschließend eine ganze Zeitschrift durchgelesen (haha die Brigitte, auf deutsch, war mir nach und was anderes Deutsches gab es nicht). War besser, als ich dachte. Danach bin ich noch am Strand spazieren gegangen.


Morgen ist eine Fahrradtour durch Barcelona von Erasmus aus. an der ich wohl teilnehmen werde. Das ist zumindest mein ganz fester Plan! Dafür gehe ich gleich Geld holen und dann werde ich auch schon duschen und mich ins Bett verkrümeln, denn dafür muss ich morgen früh aufstehen. Vielleicht lässt sich dort ja das ein oder andere Foto machen.

Dienstag, 3. März 2015

Frischer Wind?!

Auch heute muss ich euch nochmal enttäuschen, was Fotos betrifft.
Dafür erzähle ich euch ein wenig, was hier so passiert in den letzten Tagen.

Ich war ja ziemlich down, weil ich mich relativ alleine gefühlt habe. Aber irgendwie dachte ich mir, dass ich es in der Hand habe. Mein neues Motto hier lautet:

El mejor camino para salir es siempre a través.
(Der beste Ausweg ist immer der Weg mittendurch.)

Ich habe Kontakt zu einem Mädchen aus der Uni aufgenommen. Sie lebt hier in einer Nachbarstadt und ist super lieb. Außerdem hilft sie mir nicht nur bei Unisachen, sondern redet auch sonst gerne mit mir und plant schon Unternehmungen. Ich mach einfach alles andersrum. Andere haben Kontakt zu Erasmusstudenten, ich hauptsächlich zu Einheimischen. Aber das stört mich nicht. Kann meinem Spanisch ja nur helfen.

Außerdem hat uns heute ein Mädchen besichtigt besucht. Mein Deutsch lässt schon deutlich nach, ich merke es immer wieder aufs Neue! Sie hat sich das freie Zimmer angesehen. Auch sie macht auf den ersten Blick einen netten Eindruck. Morgen möchte sie sich noch 2 andere Zimmer ansehen, aber ich denke, wenn sie klug ist, kommt sie zu uns. Preis-Leistung ist bei uns nämlich top, wir sind freundlich und vor allem sauber! 

Außerdem habe ich heute erfahren, dass ich morgen keine Uni habe. Ich denke, ich werde endlich mal wieder Richtung Strand gehen und mit Sicherheit dann auch ein paar Fotos machen, damit hier etwas zu sehen ist. Außerdem werde ich bei Gelegenheit mal mein Zimmer fotografieren, danach wurde ich ja auch schon gefragt. 

Ich habe übrigens eine sehr liebe Freundin, die selbst im Ausland ist und trotzdem immer an meiner Seite. Quasi der Engel auf meiner Schulter. Wir skypen regelmäßig und sie steht mir bei und redet mir gut zu. Das war die letzten Tage sehr notwendig und ich wollte mich auf diesem Weg nochmal bedanken :-) Es ist immer schön, seine Freunde um sich zu haben. 

Außerdem haben sich mittlerweile schon einige Postkarten auf den Weg gemacht. Ich möchte niemanden vernachlässigen, die Reihenfolge spielt keine Rolle.  Ich habe nur nicht so viel Zeit, Lust und Geld gleichzeitig zu schreiben. Ich hoffe, ihr habt dafür Verständnis meine Lieben.

Auf bald!