Mittwoch, 7. Januar 2015

Da isser!

Da ist er nun, der erste Blogeintrag. Am 22. Januar ist es soweit, da fliege ich in den frühen Morgenstunden nach Tarragona, in Spanien. Ich kann in Worten kaum beschreiben, wie ich mich gerade fühle. 

Einerseits freue ich mich riesig auf das halbe Jahr, auf die Menschen, die Uni, die Sprache und die Stadt! Das alles scheint ein riesengroßes Abenteuer zu werden!!!

Andererseits bin ich überhaupt nicht glücklich, weil hier meine Familie ist, mein Freund und meine Freunde. Ich weiß gar nicht, wie ich ein halbes Jahr ohne sie verbringen soll. Davon abgesehen gibt es unglaublich viel zu tun, bevor es los gehen kann. Hier stehen noch Klausuren und Hausarbeiten an, den Koffer habe ich schon zig mal ein und aus gepackt, trotz Liste fällt mir immer wieder etwas ein, was noch fehlt oder doch besser anders sein soll,... 

Für mich am Schlimmsten ist aber die Gewissheit, dass ich quasi ins Dunkele laufe. Die Hostelzimmer sind seit Ewigkeiten ausgebucht. Eigentlich muss ich mir keine Gedanken machen, denn man findet in Spanien schnell etwas. Ich werde zwar online schon schauen, aber ich vertraue nicht darauf, dass das alles funktioniert und werde vorsorglich ein paar günstige Hotels raussuchen, falls ich dort doch nichts finde. Ich fliege ja morgens, daher habe ich noch einen ganzen Tag Zeit.

Außerdem habe ich Kontakt zu einer sehr lieben und hilfsbereiten Einheimischen aufgenommen. Von einem Mädchen, welches bereits letztes Jahr in Tarragona war, habe ich die Handynummer bekommen und bin super glücklich, weil sie mir gut zuredet und sagt, dass ich keinen Grund zur Sorge habe. 

Alles in Allem macht es mich wahnsinnig zu warten und nichts tun zu können. Immer wieder muss ich die gleichen Fragen beantworten. Klar, ist es schön zu wissen, dass man sich Sorgen um mich macht. Aber es strapaziert schon sehr die Nerven, immer wieder sagen zu müssen, dass man noch nicht weiß, wo man schläft. Ich glaube fest daran, dass das kein Grund zur Sorge ist. Ich muss dieses typisch deutsche Denken loslassen, wenn ich fliege. Das klappt schon! Ya puedo. Also liebe Leute, bitte fragt mich nicht weiter aus, ich bin schon angespannt und nervös genug. 

Ich wünschte, ich könnte morgen schon fliegen. Die Zeit zeiht sich wie Kaugummi und ich bin quasi jetzt bereit zum Fliegen. Diejenigen, die schon ein Auslandssemester hinter sich haben, lachen wahrscheinlich über meine Gedanken. Aber ich war noch nie so lange so weit von zu Hause fort und bin ein Familienmensch. Ich bin sehr froh, wenn ich endlich im Flugzeug sitze. Wenn ich dann in Spanien angekommen bin, werde ich bald meinen nächsten Eintrag machen, und euch auf dem Laufenden halten. 

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