Freitag, 27. März 2015

Diese Sache

Mit der Sprache ist das echt so eine Sache. Manchmal bin ich wirklich verwirrt.

el pastor = Schäferhund
el labrador = Landwirt 

Wenn ein Hund kein Hund ist, aber ein Pastor dafür ein Hund ist, dann soll nochmal einer sagen, dass Spanisch eine einfach zu lernende, logische Sprache ist. 
Andererseits ist es auch sehr süß, wenn die Menschen hier versuchen deutsch zu sprechen. Gestern kam mein Mitbewohner zu mir und sagte, er habe eine Katze. Ich habe ihn total verwirrt angesehen und in sein Zimmer geschaut. Katzen rennen hier überall rum, im Haus haben will ich aber keine! Letztendlich wollte er mir sagen, dass er total verkatert ist, von der Feier am Vorabend. Er hat ja gar nicht so falsch gedacht. Aber lachen musste ich trotzdem. Schon gut irgendwie. 

Übrigens finde ich, dass wir (die Leute, die das erste Mal über einen langen Zeitraum im Ausland sind und dann noch studieren) wirklich einen Grund haben, stolz auf uns zu sein. Zum Einen stellt man sich das alles erstmal leichter vor, als es ist. Klappt schon irgendwie ist hier das Motto. Das ist zwar wirklich so, ganz so einfach, wie man sich es vorstellt, ist es trotzdem nicht. Man kommt in ein Land und weiß nicht wohin mit sich. Also erstmal eine WG suchen, online würde ich jedem davon abraten. 

Was ich hier schon gesehen habe, ist der Horror. Hier ist es zum Beispiel bei Weitem nicht so, dass jedes Zimmer ein Fenster hat. Und Heizungen sind hier ein Luxusgut und im Winter echt wünschenswert. Außerdem ist es hier total selbstverständlich, wenn es schimmelt. All das sind Gründe, warum ich mir vor Ort etwas gesucht habe (und zwar ziemlich erfolgreich, wie ich finde).

Dann kommen die ganzen costumbres auf einen zu. Also die (manchmal suche ich echt lange nach dem deutschen Wort für etwas) Bräuche. An die Siesta muss man sich gewöhnen, daran, dass hier samstags ab mittags alles zu hat, dass es keine Mietverträge gibt, dass hier alles in bar bezahlt wird (Miete, Vertragskram, alles einfach)... 

Tja und dann das Studium. Das ist alles in Fachwörtern, die man nicht kennt. Am Anfang ist das alles ziemlich viel auf einmal. Und wenn man sich vorstellt, dass man dann noch alleine und auf sich selbst gestellt ist, dann kann sich allmählich vermutlich jeder vorstellen, wie sich Heimweh anfühlt. Mittlerweile habe ich das aber ganz gut im Griff und freue mich auf die Monate. die noch vor mir liegen. Jetzt habe ich erstmal eine Woche Osterferien und versuche mit dem Unikram auf den aktuellen Stand zu kommen. Ich werde berichten, ob es funktioniert. Auf bald
 

1 Kommentar:

  1. Du hast auf jeden Fall mehr als einen Grund stolz auf dich zu sein :-) und es freut mich dass du allmählich auch mit vorfreude auf die zeit blicken kannst die noch vor dir liegt und sicherlich noch voller abenteuern steckt! ♡

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